Arbeitshaltung belastet Beschäftigte

Frau sitzt auf Bett mit Laptop auf den Beinen

Was Beschäftigte in Deutschland bewegt und wie belastet sie sind, zeigt die aktuelle Studie How’s work?.

Welchen äußeren Belastungen Beschäftigte ausgesetzt sind und was sie sich von ihren Arbeitgebern wünschen, hat die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) untersucht. Herausgekommen ist die Beschäftigtenstudie How‘s work?, für die über 11.000 Beschäftigte aus insgesamt 43 Organisationen aus ganz Deutschland befragt wurden.

Neben Lärm, Bildschirmarbeit und der Raumtemperatur kann besonders die Arbeitshaltung ein belastender Faktor sein: 47,8 Prozent der befragten Beschäftigten geben laut der Studie an, ziemlich stark oder sehr stark durch die Arbeitshaltung belastet zu sein. Daher wünschen sie sich häufiger Sport- und Bewegungsangebote innerhalb der Organisation. Auf die Frage, wie stark Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz durch ihre Arbeitshaltung (z.B. langes Sitzen oder Stehen) belastet sind, waren die Antworten breit gestreut. Der Anteil aller Befragten, die eine ziemlich starke oder sehr starke Belastung durch die Arbeitshaltung empfinden, liegt bei 47,8 Prozent. Weitere 27,3 Prozent nehmen eine mittlere Belastung durch die Arbeitshaltung wahr und 21 Prozent berichten von einer ziemlich geringen oder sehr geringen Belastung.

Belastungen durch die Arbeitshaltung nehmen mit zunehmendem Alter ab

Differenziert man nach Geschlecht, ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse für weibliche und männliche Beschäftigte. Während 23 Prozent der männlichen Beschäftigten von einer sehr geringen oder ziemlich geringen Belastung durch die Arbeitshaltung berichteten, sind es bei den weiblichen Beschäftigten 18 Prozent. Mit Blick auf die Altersgruppen zeigt sich, dass der Anteil derer, die eine sehr starke Belastung durch die Arbeitshaltung wahrnehmen, mit zunehmendem Alter abnimmt – von 21,7 Prozent bei den bis 29-Jährigen bis hin zu 15,6 Prozent bei den über-50-Jährigen.

Je stärker die Belastung durch die Arbeitshaltung ist, desto eher wird auch der Handlungsbedarf bei Sport- und Bewegungsangeboten gesehen. 71,4 Prozent der Beschäftigten, die sich ziemlich oder sehr stark durch die Arbeitshaltung belastet fühlen, sehen hier Handlungsbedarf seitens der Organisation. Zudem wünschen sich diese Personen in besonderem Maße Angebote im Bereich Entspannung.

Eine bessere Arbeitshaltung und mehr Bewegung im Büroalltag

Um Ihren Körper im Arbeitsalltag bei beanspruchender Arbeitshaltung zu entlasten, können Betroffene folgende Tipps ausprobieren:

  • Alle 60 bis 90 Minuten kleine Bewegungspausen mit Lockerungs- und Dehnungsübungen einbauen. Mit dem Runterrollen beispielsweise wird der Oberkörper beginnend mit dem Kopf langsam nach unten eingerollt, bis die ausgestreckten Hände die Fußknöchel berühren. Die Füße stehen auf dem Boden, die Knie sind im 90-Grad-Winkel gebeugt. Langsam herunter, und dann langsam wieder hochrollen.
  • Die Superman-Position: die Arme nach oben in die beidarmige Superman-Position strecken.
  • Wartezeiten nutzen, um auf einem Bein zu stehen, denn das aktiviert die tiefliegende Muskulatur.
  • Dynamisches Sitzen: gerade sitzen, durchhängen, aufstehen, nach links kippen, nach rechts kippen. Unser Körper braucht Abwechslung und da ist die nächste Sitzhaltung immer die beste!

Redaktion

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