Bitte nicht mehr ins Büro

Mann sitzt am Tisch vor Laptop

Nach zwei Jahren Pandemie und Home-Office können sich viele mittlerweile nicht mehr vorstellen, täglich ins Büro zu fahren.

Home-Office ist mittlerweile zur Arbeitsnormalität geworden, so eine repräsentative YouGove-Umfrage im Auftrag des Versicherungsmanagers Clark. Demnach arbeiten fast zwei Drittel der Beschäftigten gern von zu Hause aus. Die meisten schätzen daran vor allem den Wegfall des Arbeitsweges (57 Prozent) sowie die zusätzliche Zeit für das Privatleben (46 Prozent). Allerdings stellen viele nicht fest, dass das Arbeiten aus dem Home-Office zu einer besseren Work-Life-Balance führt. Ganz im Gegenteil: Viele Befragte beklagen eine Arbeitsverdichtung, seit sie aus dem Home-Office tätig sind. Auch fallen mehr Überstunden an: Nur 13 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen im Home-Office schwerer fällt, den Arbeitstag pünktlich zu beenden.

Ein weiteres Manko ist der fehlende Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen

Auch sind die steigenden Kosten, gerade bei den Energiekosten, ein Problem. Sowie, dass man im Home-Office häufig die Pausen nicht vernünftig gestalten kann. Denn die 30 Minuten Mittagspause sind in der Regel zu kurz, um sich ein gesundes Essen zuzubereiten und auch zu verzehren. Daher gaben auch nur 21 Prozent der Befragten an, dass ihnen die gesunde Ernährung im Home-Office gut gelingt. Und ein weiteres Manko ist der fehlende Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.