Erstmals zwei Frauen als Wirtschaftsweise berufen

Blick hoch zu Wolkenkratzern

Das war überfällig: Im Rat der Wirtschaftsweisen sind nun erstmals zwei Frauen. Damit hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt für mehr Parätit in wichtigen Beratungsgremien gemacht.

Der sogenannte Rat der Wirtschaftsweisen ist mit fünf Ökonomen besetzt – und nun eben drei Ökonomen und zwei Ökonominnen. Denn es wurde die Münchner Volkswirtin Monika Schnitzer sowie die Nürnberger Verhaltensökonomin Veronika Grimm jeweils als neue Expertin berufen. Sie sollen unter anderem die Themen Innovations- und Wettbewerbspolitik sowie Energiemarkt bearbeiten.

Schnitzer ist 58 Jahre alt und forscht in der internationalen Wettbewerbspolitik. Sie gilt als Expertin für Unternehmensfinanzierung und soll bis zum 28. Februar 2025 berufen werden. Grimm ist 48 Jahre alt und hat sich viel mit Energiemärkten, Verhaltensökonomie und sozialen Netzwerken beschäftigt. Sie soll bis zum 28. Februar 2022 berufen werden. Grimm übernimmt das laufende Mandat von Isabel Schnabel ein, die zum 1. Januar 2020 ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wechselte.

Nicht die ersten, aber die ersten beiden Frauen im Gremium

Damit sind erstmals zwei Ökonominnen gleichzeitig als Beraterinnen für die Bundesregierung im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR). Das Gremium berät die Regierung seit 1964.

Die erste Frau als Wirtschaftsweise war im Jahr 2004 Beatrice Weder di Mauro. Weitere Mitglieder sind neben dem Vorsitzenden Feld aktuell Achim Truger und Volker Wieland.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.

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