„Ich bin meinem unternehmerischen Gespür gefolgt“

Nika Mizerski

Nika Mizerski liebt es, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären. Als sie ein großes Bedürfnis nach Unabhängigkeit verspürt, macht sie sich nach Jahren in der IT-Branche selbstständig – was alles andere als einfach war.

Die in Wien lebende Nika Mizerski ist Gründerin von Techstory, einer Marketingboutique für IT-Unternehmen. Vor der Unternehmensgründung arbeitete sie mehrere Jahre in der IT-Industrie als Consultant und in unterschiedlichen Marketingpositionen. Für ihr Doppelstudium in Slawistik und Internationale Betriebswirtschaft zog es sie nach Österreich, Polen und in die USA.


Frauen haben etwas zu sagen, sie müssen allerdings den Raum erhalten, das auch zu tun! Diesen bieten wir mit unserem Format DIE CHEFIN-TALK.
Hier laden wir Frauen ein, mit uns über ihr Thema zu sprechen.


die Chefin: Warum machen Sie, was Sie machen?

Nika Mizerski: Es macht mir Freude, komplexe Sachverhalte zu erfassen, verständlich zu erklären und aus den technischen Sachverhalten viele spannende Aspekte für unterschiedliche Zielgruppen herauszuschälen. Damit hat sich Techstory rasch am Markt etablieren können. Dabei zeichnet sich unsere Arbeit durch eine Mischung aus Handwerk, Kreativität und Erfahrung aus, die wir alle jahrelang in der IT-Branche gesammelt haben.

Ich persönlich habe mich selbstständig gemacht, weil ich den speziellen Bedarf vieler IT-Unternehmen für Marketingkommunikation an der Schnittstelle IT und Business erkannt habe. Insofern bin ich einfach meinem unternehmerischen Gespür gefolgt und konnte damit gleichzeitig mein großes Bedürfnis nach Unabhängigkeit verwirklichen.

“Einfach war mein Weg in die Selbstständigkeit nicht.”

die Chefin: Wurden Sie auf Ihrem Weg unterstützt?

Mizerski: Ich hatte Förderer, die mir halfen, berufliche Risiken einzugehen. Sie standen mir stets mit wertvollen Ratschlägen zur Seite; und forderten mich – teilweise auch schmerzhaft – in meinem beruflichen und persönlichen Wachstum.

Einfach war mein Weg in die Selbstständigkeit nicht. Der Großteil meines Umfeldes betonte eher die Risiken, statt mit mir die Chancen zu reflektieren. Zum Glück gab es aber auch ein paar Ausnahmen, an denen ich mich orientieren konnte.

die Chefin: Gab es auf diesem Weg Hürden?

Mizerski: Jede Menge! Aber ich finde es mittlerweile beruhigend zu wissen, dass fast alle, die etwas bewegen, auch mit Rückschlägen und Niederlagen zu kämpfen haben – und die Bewältigung dieser Tiefpunkte als wichtigen Teil ihres Erfolgs betrachten. Vieles, was ich ursprünglich als Misserfolg empfunden habe, stellte sich daher später auch als Basis für etwas Neues und Besseres heraus.

die Chefin: Auf welche Ihrer Eigenschaften sind Sie stolz und warum?

Mizerski: Ich habe eine stark ausgeprägte Willenskraft. Wenn ich mir ein Ziel setze oder einen Wunsch erfüllen möchte, versuche ich beharrlich, es zu verwirklichen.

“Um Ziele zu erreichen, gehört eine gehörige Portion Disziplin dazu.”

die Chefin: Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?

Mizerski: Niemals aufgeben!

die Chefin: Was raten Sie dem Nachwuchs?

Mizerski: Ich rate Euch viele Erfahrungen zu sammeln, herauszufinden, worin Ihr gut seid und was Euch Freude und Befriedigung bereitet. Um eure Ziele zu erreichen, gehört aber auch eine gehörige Portion Disziplin dazu. Denn ohne Disziplin und vollem Einsatz werden andere eure Ziele erreichen.

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Sabine Hockling

Die Chefredakteurin Sabine Hockling hat WIR SIND DER WANDEL ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsjournalistin und SPIEGEL-Bestsellerautorin beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Veränderungen unserer Arbeitswelt. Als Autorin, Herausgeberin und Ghostwriterin veröffentlicht sie regelmäßig Sachbücher – seit 2023 in dem von ihr gegründeten DIE RATGEBER VERLAG.