Liaison unter Kollegen

Geformtes Herz mit Fingern

Fast jeder Fünfte sucht seinen Partner im Job. Doch Vorsicht: Paare stehen häufig unter besonderer Beobachtung.

In der Regel ist es sinnvoll, wenn Sie Ihre Beziehung erst nach einer sogenannten Probezeit (z.B. nach etwa drei Monaten) öffentlich machen. Scheitert Ihre Beziehung doch, müssen Sie Ihren Kollegen nichts groß erklären. Läuft es gut, sollten Sie aber auf jeden Fall Ihren Vorgesetzten und Ihre Kollegen über die Beziehung informieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Gerüchteküche unnötig brodelt.

Und auch wenn alle über Ihre Beziehung informiert sind, auf Berührungen, persönliche E-Mails, zu vertraute Gesten und Kosenamen sollten Sie am Arbeitsplatz unbedingt verzichten. Als Faustregel gilt: Paare sollten sich stets so verhalten, dass Außenstehende – vor allem Kunden – nicht erkennen können, dass sie ein Paar sind.

Arbeitsrechtlich werden Beziehungen am Arbeitsplatz problematisch, wenn die Arbeitsleistung sinkt

Ferner sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht nur als Paar auftreten, sondern beispielsweise auch getrennt in die Pausen gehen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie Ihren Platz im Team und so auch den Kontakt zu Ihren Kollegen verlieren. Und auf die Unterstützung und das Verständnis des Teams sind Sie angewiesen – erst recht, wenn es um Ihre Urlaubsplanung geht.

Arbeitsrechtlich wird eine Beziehung am Arbeitsplatz nur problematisch, wenn Ihre Arbeitsleistung sinkt, Sie durch Ihren Partner/Ihre Partnerin abgelenkt werden bzw. wirken und der private Kontakt über die Pause hinaus geht. Denn dann verletzen Sie beide Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten.

Sabine Hockling

Seit vielen Jahren schreibt die Wirtschaftsjournalistin und SPIEGEL-Bestsellerautorin u.a. für die Medien ZEIT ONLINE, ZEIT Spezial, SPIEGEL ONLINE und Brigitte über die Themen Management, Arbeitsrecht und Digitalisierung. Als Autorin, Herausgeberin und Ghostwriterin veröffentlicht sie regelmäßig Wirtschaftsbücher.

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