Nachtarbeit fördert Unkonzentriertheit

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Schichtdienste und Nachtarbeit beeinträchtigen die Gesundheit und Aufmerksamkeit von Beschäftigten. Vor allem das Arbeiten in der Nacht führt zu Unkonzentriertheit und Ausfällen.

Nachtarbeit verlängert die Reaktionszeiten. Das geht aus einer Studie hervor, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit in der Pflegebranche beschäftigt. Die vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA) und dem Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB) durchgeführte Untersuchung zeigte vor allem die Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit der Beschäftigten.

Viele Wechsel zwischen Schichten sind besonders gravierend

Besonders macht sich bemerkbar, wenn Menschen ihren Schlafzyklus an die Schichtzeiten anpassen müssen. Sie sind dann müde, unkonzentriert und haben ein erhöhtes Risiko für Arbeits- und Wegeunfälle auf dem Weg nach Hause. Besonders bemerkbar machen sich die Einbußen bei mehreren Tagen von Nachtschichten. Auffällig war hier aber auch: Die Beeinträchtigungen waren besonders gravierend, wo es viele Wechsel zwischen Nachtschichten und anderen Schichten gab – auch wenn dann mehrere Tage in Folge zu einer bestimmten Zeit gearbeitet wurde.

Die Folgen: Fehler häuften sich und die Beschäftigten brauchzen länger, um zu reagieren. Außerdem untersuchten die Forscherinnen und Forscher weitere Faktoren wie etwa die Hormone, die sich im Tagesverlauf durch unterschiedliche Lichtverhältnisse verändern. Eine Vermutung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlich: Licht hat einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Beschäftigten, was in Folgestudien untersucht werden könnte.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.

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