Nun arbeiten wir wieder für die eigene Tasche

Mehrere Personen sitzen vereinzelt an Tischen

Rein rechnerisch haben Steuerzahlende bis zum 13. Juli nur für den Staat gearbeitet. Die Einkommensbelastungsquote liegt nämlich bei über 50 Prozent.

Der Bund der Steuerzahler hat eine Reform des Einkommensteuertarifs mit Entlastungen gefordert. Präsident Reiner Holznagel erinnerte daran, dass vor allem die Mittelschicht in Deutschland durch die Einkommenssteuer hoch belastet ist. Es sei indiskutabel, dass selbst Durchschnittsverdiener knapp unter dem Spitzensteuersatz lägen. Deshalb schlage der Bund der Steuerzahler eine grundlegende Reform für den Einkommensteuertarif mit einem später greifenden Spitzensteuersatz vor.

Einkommensbelastungsquote unter 50 Prozent

Die Einkommensbelastungsquote müsse unter die Marke von 50 Prozent fallen. Der “Steuerzahlergedenktag” des Bundes der Steuerzahler falle in diesem Jahr auf den 13. Juli. Dieser Tag markiert rein rechnerisch den Anteil, den Steuer- und Beitragszahlende von ihrem Einkommen an den Staat und öffentliche Kassen abführen müssen. In diese Zahl sind allerdings auch Abgaben an die Sozialversicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung, Rentensystem, Kranken- und Pflegekassen integriert.

Der Bund der Steuerzahler warnte auch davor, dass die Kosten der Corona-Krise teuer werden würden. Daher müsse die neue Bundesregierung sparen – überflüssig sei etwa der nach wie vor aufrecht erhaltene doppelte Regierungssitz Berlin und Bonn.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.

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