Teilzeit: Viel Nachfrage, wenig Angebot

Menschen auf dem Weg zur U-Bahn

Ob Kinderbetreuung, Angehörigenpflege, Ehrenamt oder Weiterbildung – für viele kommt eine 40-Stunden-Woche nicht infrage. Doch Arbeitgeber schreiben nur selten Teilzeitstellen aus.

Grafik: Oeffentlich ausgeschriebene Teilzeitstellen

2025 konnten sie deutschlandweit aus über 876.000 Teilzeitstellen wählen. Damit entfielen weniger als zehn Prozent aller ausgeschriebenen Jobs auf Teilzeit. Wissenschaftler:innen hatten mit 15 Prozent den höchsten Anteil an Teilzeitstellen. Regional führte Schleswig-Holstein, wo knapp zehn Prozent der Stellen in Teilzeit ausgeschrieben waren. Diese Zahlen ermittelte die Personalmarktforschung Index Research auf Basis der Stellenanzeigen-Datenbank Index Anzeigendaten.

Weniger als jede zehnte Stelle ist eine Teilzeitstelle

Angesichts des Fachkräftemangels fordert die Mittelstandsunion, das Recht auf Teilzeit einzuschränken. In einem Antrag für den CDU-Parteitag nannten die Verantwortlichen die verkürzte Arbeitswoche „Lifestyle-Teilzeit“. „Diesen unglückseligen Begriff, der vom eigentlichen Thema des Rechts auf Teilzeit ohne Begründung ablenkt, haben die Verantwortlichen inzwischen zum Glück gestrichen“, sagt Index-CEO Jürgen Grenz. „Nach unserer Erfahrung arbeiten die meisten Betroffenen aus guten Gründen in Teilzeit“, ergänzt der langjährige Geschäftsführer.


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Die Stellenmarktdaten zeigen: Teilzeit ist kein Massenphänomen. 2025 schrieben Wirtschaft und öffentlicher Dienst etwas mehr als 876.000 Teilzeitstellen aus – nur acht Prozent des gesamten Stellenangebots. Schon in den Vorjahren lag der Anteil ähnlich niedrig.

Wo Teilzeit gefragt ist und wo sie kaum vorkommt

Welche Berufsgruppen hatten 2025, gemessen am gesamten Stellenangebot ihrer Branche, die meisten Teilzeitjobs? Am häufigsten suchten Arbeitgeber Teilzeitkräfte in Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung (15 Prozent aller Stellen). Es folgten Jobs im Hotel- und Gastgewerbe, Tourismus und Empfang (über 13 Prozent). Am seltensten boten Firmen Teilzeitstellen für technische Fachkräfte wie Ingenieur:innen und Architekt:innen an (etwas mehr als 1 Prozent). Regional unterschieden sich die Anteile kaum. Sie reichten von fast sieben Prozent in Thüringen und Sachsen-Anhalt bis knapp zehn Prozent in Schleswig-Holstein.

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