Zufriedenheit am Arbeitsplatz sinkt

Mann sitzt mit Laptop am Tisch

Der Zufriedenheitsatlas 2025 zeigt: Die Arbeitszufriedenheit fällt leicht auf 53,1 Prozent. Hamburg und Bielefeld führen das Ranking an, während Leipzig, Bremen und Wuppertal die letzten Plätze belegen.

Eine Analyse von fast 500.000 Arbeitgeberbewertungen für den kununu Zufriedenheitsatlas 2025 zeigt: Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz sinkt leicht. Am zufriedensten sind Beschäftigte in Bielefeld. Stuttgart, der Vorjahressieger, fällt auf Platz zwei, gefolgt von Hannover. Unter den Bundesländern liegt Hamburg vorn, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. Grundlage der Ergebnisse sind 477.526 Bewertungen, die kununu in den letzten zwölf Monaten gesammelt hat. Bundesweit sank die Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr um knapp einen Prozentpunkt auf 53,1 Prozent. Der Abwärtstrend der letzten Jahre verlangsamt sich damit: 2023 lag die Zufriedenheit noch bei 56,3 Prozent.

Zufriedenheit steigt nur in Bonn, Essen und Duisburg

Irrtümer und Mythen rund ums ArbeitsrechtDer Rückgang zeigt sich auch in den Städten. Unter den 20 größten deutschen Städten verzeichnen nur Duisburg (+ 1,1 Prozentpunkte, Rang 17), Bonn (+ 0,4 Prozentpunkte, Rang 4) und Essen (+ 0,2 Prozentpunkte, Rang 14) einen Anstieg. Bonn klettert damit vom neunten auf den vierten Platz. Duisburg gibt die rote Laterne an Leipzig ab und verbessert sich um drei Plätze. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Bochum (- 3,6 Prozentpunkte, Rang 16) und München (- 2,9 Prozentpunkte, Rang 8). Leipzig, Bremen und Wuppertal bilden die Schlusslichter.

Mit Geld arbeiten macht zufrieden

Ein Branchenvergleich zeigt: Besonders glücklich sind Beschäftigte, die mit Geld und Zahlen arbeiten. Spitzenreiter ist die Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung (72,5 Prozent), gefolgt von Banken und dem Energiesektor mit jeweils 67 Prozent. Am unzufriedensten sind Angestellte in Kunst und Kultur, Druck und Verpackung sowie im Handel. Die Branche Hotels und Beherbergung rutscht um sechs Plätze auf Rang 21 ab – der stärkste Rückgang im Vergleich.


Mehr zum Thema:


Trotz Krisen bleibt die Zufriedenheit stabil

Obwohl die bundesweite Zufriedenheit leicht auf 53,1 Prozent gesunken ist, zeigt der Vergleich mit den Vorjahren eine Verlangsamung des Abwärtstrends. 2023 lag die Zufriedenheit bei 56,3 Prozent, 2024 bei 54 Prozent. “Die bundesweite Zufriedenheit geht zwar weiter zurück, doch der Abwärtstrend verlangsamt sich – das ist ambivalent. Einerseits zeigt sich, wie anpassungsfähig Arbeitnehmende in Krisenzeiten geworden sind. Andererseits dürfen wir nicht übersehen, dass sich viele schlicht an schwierige Bedingungen gewöhnt haben. Diese Normalisierung von Unzufriedenheit sollte uns aufhorchen lassen”, kommentiert kununu-CEO Nina Zimmermann.

Loyalität der Beschäftigten bleibt unbeachtet

Eine aktuelle Studie des Instituts bilendi im Auftrag von kununu zeigt: 42 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als uneingeschränkt loyal gegenüber ihrem Arbeitgeber, weitere 47 Prozent als tendenziell loyal. Doch mehr als die Hälfte der Beschäftigten (56 Prozent) fühlt sich von ihrem Arbeitgeber in dieser Hinsicht ignoriert. Jede:r Vierte hat den Eindruck, dass die eigene Loyalität gar nicht wahrgenommen wird.

Für den Zufriedenheitsatlas hat kununu deutschlandweit 477.526 Arbeitgeberbewertungen ausgewertet. Die Daten stammen aus dem Erhebungszeitraum vom 30. Juni 2024 bis 30. Juni 2025. Grundlage ist der kununu-Score, der sich aus 13 Bewertungsdimensionen zusammensetzt. Berücksichtigt wurden nur Bewertungen von Mitarbeitenden, nicht von Bewerbenden und Auszubildenden.

Wir sind der Wandel-Newsletter

Wir sind der Wandel-Redaktion

Unter "Wir sind der Wandel-Redaktion" veröffentlichen wir Gastbeiträge und Agenturmeldungen, die wir nicht selbst verfasst, aber redigiert haben.