Der Weg zu mehr Wohlbefinden

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Kriege, das Klima, die Inflation – die aktuelle Zeit verlangt uns allen viel ab. Was wir jetzt brauchen, ist Zuversicht. Was einfach klingt, ist herausfordernd. Dazu müssen wir mental stark sein. Genau hier liegt aber die Schwierigkeit. Viele fühlen sich aktuell mental erschöpft.

Die mentale Gesundheit ist ein kontinuierlicher Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird, einschließlich genetischer, biologischer, sozialer sowie Umweltfaktoren. Das Bewusstsein für mentale Gesundheit hat dabei in den letzten Jahren zugenommen; und die Förderung der mentalen Gesundheit ist dementsprechend zu einem wichtigen Anliegen in Gesellschaften weltweit geworden. Denn eine gute mentale Gesundheit trägt maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Sie ermöglicht es den Menschen, ihr Leben zu genießen, positive Beziehungen zu anderen aufzubauen und ein erfülltes Leben zu führen. Und sie beeinflusst direkt die Lebensqualität, weil Menschen mit guter mentaler Gesundheit in der Regel besser in der Lage sind, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen, positive Entscheidungen zu treffen und ihre Ziele zu erreichen.

Wechselwirkung zwischen mentaler und physischer Gesundheit

Dabei besteht eine enge Wechselwirkung zwischen mentaler und physischer Gesundheit. Das heißt, eine gute mentale Gesundheit kann das Immunsystem stärken, den Schlaf verbessern und das Risiko für bestimmte körperliche Erkrankungen reduzieren. Und weil Beschäftigte mit guter mentaler Gesundheit in der Regel produktiver und engagierter sind, können sie auch besser mit Stress am Arbeitsplatz umgehen. Dies wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit von Einzelpersonen und Teams aus. Zudem fördert eine gute mentale Gesundheit positive zwischenmenschliche Beziehungen. Das heißt, Menschen, die emotional stabil und ausgeglichen sind, können effektiver kommunizieren, Konflikte lösen und unterstützende Beziehungen aufbauen.


Im Fokus: Neues Jahr, starkes Ich

Der Themenschwerpunkt IM FOKUS: NEUES JAHR, STARKES ICH zeigt, wie jede und jeder effektive Strategien entwickeln kann, um den Stress des Alltags besser bewältigen zu können.


Ferner trägt eine gute mentale Gesundheit dazu bei, das Risiko der Entwicklung von psychischen Störungen zu reduzieren. Frühe Intervention und Prävention sind daher wichtige Aspekte im Umgang mit psychischen Gesundheitsproblemen. Zudem ermöglicht die mentale Gesundheit Menschen, ihr volles Potenzial zu entfalten, persönlich zu wachsen und ein sinnerfülltes Leben zu führen.

Der Erfolg von Unternehmen hängt maßgeblich von einer gesunden Belegschaft ab

Insgesamt ist die Förderung der mentalen Gesundheit also ein wesentlicher Bestandteil für das Wohlbefinden von Menschen und Gesellschaften. Es ist daher wichtig, Ressourcen und Unterstützung zur Verfügung zu stellen, um die mentale Gesundheit zu stärken und psychische Gesundheitsprobleme zu verhindern oder zu bewältigen.

Und weil der Erfolg von Unternehmen maßgeblich von einer gesunden Belegschaft abhängt, sollten Arbeitgeber die mentale Gesundheit ihrer Beschäftigten unterstützen, indem sie eine förderliche Arbeitsumgebung schaffen. Dazu gehören:

  1. Flexible Arbeitsbedingungen: Bieten Unternehmen flexible Arbeitszeiten, Remote-Arbeitsmöglichkeiten oder Teilzeitmodelle an, haben Beschäftigte mehr Kontrolle über ihre Arbeitssituation und -zeit.
  2. Klare Kommunikation und Erwartungen: Sorgen Arbeitgeber für eine transparente Kommunikation bezüglich Unternehmenszielen, Aufgaben und Erwartungen, reduzieren sie Unsicherheiten bei ihren Beschäftigten.
  3. Gesundheitsfördernde Programme: Unternehmen sollten Programme zur Förderung der mentalen Gesundheit (z.B. Workshops zu Stressmanagement, Achtsamkeitstrainings) anbieten.
  4. Arbeitsplatzgestaltung: Wichtig ist eine positive Arbeitsumgebung, die die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert (beispielsweise durch ergonomische Büromöbel, angenehme Beleuchtung, Pausenräume, gesundes Essen).
  5. Unterstützung bei der Work-Life-Balance: Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen, ihre Freizeit zu nutzen. Sie sollten klare Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit setzen, um Überlastung zu vermeiden.
  6. Führungskräfte schulen: Unternehmen müssen ihre Führungskräfte im Umgang mit mentalen Gesundheitsfragen schulen, damit sie Anzeichen von Belastung erkennen und angemessen darauf reagieren können.
  7. Soziale Unterstützung fördern: Ob Teamevents, Pausenräume oder eine offene Kommunikationskultur – Arbeitgeber sollten Möglichkeiten für soziale Interaktionen schaffen.

Eine gute mentale Gesundheit ermöglicht es Menschen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, positive Beziehungen zu anderen aufzubauen, ihre Emotionen zu regulieren und einen Sinn im Leben zu finden.


Schlüsselfaktoren für eine mentale Gesundheit:

  • Selbstbewusstsein: Die Fähigkeit, sich selbst zu verstehen, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und realistische Ziele zu setzen.
  • Selbstregulierung: Die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, Emotionen zu regulieren und effektive Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
  • Soziale Unterstützung: Die Verfügbarkeit von unterstützenden sozialen Beziehungen.
  • Lebenssinn: Das Gefühl, einen Zweck oder Sinn im Leben zu haben, der über das bloße Überleben hinausgeht.
  • Bewältigungsfähigkeiten: Die Fähigkeit, Herausforderungen und Veränderungen im Leben zu bewältigen.

Beschäftigte müssen selbst aktiv werden

Um eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen, die die mentale Gesundheit fördert, sind allerdings nicht nur Arbeitgeber zuständig. Auch Beschäftigte sollten selbst aktiv zur Förderung ihrer mentalen Gesundheit beitragen:

  1. Pausen einplanen: Regelmäßig kurze Pausen ohne digitale Ablenkung nehmen. Das hilft, Körper und Seele zu entspannen, sich zu erholen und neue Energie zu tanken.
  2. Klare Grenzen setzen: Eine klare Grenze zwischen Arbeit und Freizeit definieren, um Überarbeitungen zu vermeiden.
  3. Achtsamkeit praktizieren: Achtsamkeit heißt, bewusst im Moment zu leben. Wer zum Beispiel Achtsamkeitsübungen oder Meditation in seinen Alltag integriert, baut Stress ab und verbessert seine Konzentration.
  4. Hobbys pflegen: Sich regelmäßig seinen Hobbys und Interessen widmen, um eine ausgewogene Work-Life-Balance zu erhalten.
  5. Sport treiben: Sport ist eine effektive Methode, um Stress abzubauen, die Schlafqualität zu fördern und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
  6. Gesund ernähren: Eine gesunde Ernährung trägt zur mentalen Gesundheit bei. Alkohol, Fleisch und Fast Food sollten daher in Maßen konsumiert werden.
  7. Unterstützung suchen: Nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn man sich überlastet oder emotional belastet fühlt.
  8. Kommunikation: Offen mit Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen über Herausforderungen und Bedenken im Zusammenhang mit der Arbeit sprechen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung sind einerseits Selbsterkenntnis und Methodenkompetenz. Das heißt, jede und jeder muss erkennen, was sie oder er braucht, um produktiv und ungestört arbeiten zu können. Andererseits braucht es Führungskräfte, die zuhören und mitreflektieren können.

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Sabine Hockling

Die Chefredakteurin Sabine Hockling hat WIR SIND DER WANDEL ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsjournalistin und SPIEGEL-Bestsellerautorin beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Veränderungen unserer Arbeitswelt. Als Autorin, Herausgeberin und Ghostwriterin veröffentlicht sie regelmäßig Sachbücher – seit 2023 in dem von ihr gegründeten DIE RATGEBER VERLAG.