Darf man private Briefe über die Firmenpost verschicken?

Stapel Briefe

Wenn ein Mitarbeitender wegen eines Bagatelldelikts entlassen wird, empört sich oft die Öffentlichkeit. Viele verstehen nicht, warum jemand wegen einer scheinbaren Kleinigkeit seinen Job verliert. Arbeitgeber wird dann kleinlich und herzlos.

Irrtümer und Mythen rund ums ArbeitsrechtDoch das Arbeitsrecht unterscheidet nicht zwischen großen und kleinen Vergehen oder teuren und billigen Dingen. Entscheidend ist der Vertrauensbruch, wenn ein Mitarbeitender etwas unrechtmäßig nutzt.

Das gilt auch, wenn jemand „nur“ einen Brief über die Firmenpost verschickt. Der Schaden mag im Centbereich liegen, doch erlaubt ist es nicht.


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Ein geringer Schaden ist keine Entschuldigung

Wer private Post auf Firmenkosten verschickt, riskiert die fristlose Kündigung – selbst bei einem Einzelfall und minimalem Schaden.

Erschleicht sich ein Beschäftigter Leistungen, muss der Arbeitgeber keine Abmahnung als „Warnschuss“ aussprechen. Arbeitsgerichte geben den Arbeitgebern recht: Jeder weiß, dass Diebstahl verboten ist und eine fristlose Kündigung nach sich ziehen kann.

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Sabine Hockling

Die Chefredakteurin Sabine Hockling hat WIR SIND DER WANDEL ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsjournalistin und SPIEGEL-Bestsellerautorin beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Veränderungen unserer Arbeitswelt. Als Autorin, Herausgeberin und Ghostwriterin veröffentlicht sie regelmäßig Sachbücher – seit 2023 in dem von ihr gegründeten DIE RATGEBER VERLAG.