Studien zeigen: Flexibles, mobiles und digitales Arbeiten verleitet viele dazu, auch nach Feierabend und am Wochenende weiterzuarbeiten. Wie sollten digitale Arbeitsplätze gestaltet sein, um dem entgegenzuwirken?
Von A wie Abmahnung bis Z wie Zeiterfassung – unsere Arbeitsrecht-Datenbank gibt Antworten auf über 300 wichtige Fragen und räumt mit Irrtümern und Mythen rund um das deutsche Arbeitsrecht auf.
Moderne Technik macht es so leicht wie nie, ständig erreichbar und einsatzbereit zu bleiben. Doch genau das ist die größte Herausforderung: Mitarbeitende müssen lernen, Grenzen zu ziehen. Arbeitgeber – und, wenn vorhanden, Betriebsräte – sollten dafür sorgen, dass Beschäftigte nicht rund um die Uhr arbeiten. Ruhe- und Pausenzeiten müssen eingehalten werden, der Arbeitsschutz darf nicht leiden.
Weil man E-Mails von überall beantworten, Projektpläne überarbeiten oder Termine planen kann, verschwimmt die Grenze zwischen Beruf und Privatleben. Was für viele Alltag ist, wird langfristig zum Problem – für beide Seiten. Dauerbelastung macht Mitarbeitende anfälliger für Krankheiten, und Arbeitgeber müssen die Ausfälle kompensieren.
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Klare Regeln für digitale Arbeitsplätze
Um das zu verhindern, braucht es klare Regeln, die den Arbeitsschutz sichern. Arbeitgeber sollten Arbeitszeiten klar definieren, damit Mitarbeitende nicht ständig erreichbar sein müssen. Auch die Ausstattung des Arbeitsplatzes muss geregelt sein: Wer von zu Hause arbeitet, sollte nicht selbst für die Einrichtung zahlen. Arbeitgeber sollten sich an den Kosten beteiligen oder sie ganz übernehmen. Klare und faire Vereinbarungen, idealerweise in einer Betriebsvereinbarung festgehalten, schaffen Transparenz und verhindern Konflikte.
Digitale Arbeitsplätze bieten aber auch Chancen. Wer flexibel arbeiten möchte oder muss – etwa wegen der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörige – kann seine Arbeit später fortsetzen. So wird Flexibilität zur Gewinn.
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Was Chefs nicht dürfen – und was doch
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Ullstein Verlag (1. Auflage, Juni 2017)
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