Sind Allergiker wirklich krank?

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Allergien fühlen sich oft elend. Doch gelten für sie dieselben Regeln wie für andere Kranke? Oder müssen sie trotz Beschwerden zur Arbeit – egal, wie schlecht es ihnen geht?


Von A wie Abmahnung bis Z wie Zeiterfassung – unsere Arbeitsrecht-Datenbank gibt Antworten auf über 300 wichtige Fragen und räumt mit Irrtümern und Mythen rund um das deutsche Arbeitsrecht auf.


Mit den ersten Frühlingspollen beginnt für viele das Leiden: Die Nase läuft, die Augen brennen, das Atmen fällt schwer, und ein endloser Niesreiz quält. Was können Betroffene tun, wenn diese Symptome sie plagen?

Sich zur Arbeit zu schleppen, hilft nicht. Wer trotz starker Beschwerden arbeitet, leistet weniger und stört womöglich Kolleg:innen mit ständigem Niesen oder Naseputzen. Besser ist es, einen Arzt aufzusuchen. Er kann Medikamente verschreiben, die Linderung bringen, oder eine Krankschreibung ausstellen, wenn die Allergie die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.

Berufsbedingte Allergien: Den Betriebsarzt einschalten

Löst der Beruf die Allergie aus, drohen lange Fehlzeiten. In extremen Fällen kann das sogar zur Kündigung führen. Entwickelt sich die Allergie durch den Job, sollten Betroffene den Betriebsarzt informieren. Er prüft die Arbeitsbedingungen und dokumentiert sie. Gibt es keinen Betriebsarzt, sollte der Hausarzt umfassend informiert werden. Ein Allergietagebuch hilft: Es zeigt, wann und wo Beschwerden auftreten, mit welchen Stoffen Kontakt bestand und ob sich die Symptome in der Freizeit bessern.


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Vor einer Kündigung muss der Arbeitgeber mildere Maßnahmen ergreifen. Er muss prüfen, ob sich der Arbeitsplatz anpassen oder der Mitarbeitende versetzen lässt. Die Fürsorgepflicht verlangt, den Gesundheitsschutz sicherstellen. Mitarbeitende müssen im Gegenzug diese Maßnahmen nutzen und einhalten.

Arbeitgeber sollten Betroffenen zudem ermöglichen, ihre Allergien gezielt zu behandeln, um künftige Fehlzeiten zu vermeiden.

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Cover Was Chefs nicht dürfen (und was doch)

 

Was Chefs nicht dürfen – und was doch
von Sabine Hockling und Ulf Weigelt
Ullstein Verlag (1. Auflage, Juni 2017)
13,99 Euro (D)
ISBN 978-3-548-37694-3

 


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Sabine Hockling

Die Chefredakteurin Sabine Hockling hat WIR SIND DER WANDEL ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsjournalistin und SPIEGEL-Bestsellerautorin beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Veränderungen unserer Arbeitswelt. Als Autorin, Herausgeberin und Ghostwriterin veröffentlicht sie regelmäßig Sachbücher – seit 2023 in dem von ihr gegründeten DIE RATGEBER VERLAG.