Ob Kinderbetreuung, Angehörigenpflege, Ehrenamt oder Weiterbildung – für viele kommt eine 40-Stunden-Woche nicht infrage. Doch Arbeitgeber schreiben nur selten Teilzeitstellen aus.
Hierzulande arbeiten so viele Menschen in Teilzeit wie in kaum einem anderen EU-Land – besonders Frauen. Die Politik sucht einen Weg zwischen Wahlfreiheit, Gleichstellung und der Forderung nach längerer Arbeitszeit.
2024 arbeiteten 29 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit – fast jede zweite Frau, aber nur jeder neunte Mann. Besonders Mütter kürzten ihre Arbeitszeit. Gleichzeitig stieg die Erwerbstätigkeit auf ein Rekordniveau.
Home-Office ist rückläufig, und Geschäftsführungen stehen Remote Working, 4-Tage-Woche und Workation skeptisch gegenüber. Mitarbeitende wünschen sich jedoch flexible Arbeitszeitmodelle.
Während die Teilzeitbeschäftigung insgesamt zunimmt, sinkt die Teilzeitquote unter Führungskräften. Was Unternehmen tun können, um mehr Flexibilität zu ermöglichen, erklärt Randstad-Expertin Verena Menne.
So viele Erwerbstätige wie noch nie arbeiten in Deutschland in Teilzeit. Unter Lehrkräften hat die Teilzeitbeschäftigung dabei einen Höchststand erreicht.
Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ergeben, dass viele Vollzeitbeschäftigte den Wunsch haben, beruflich kürzer zu treten und weniger zu arbeiten.