Personaler setzen weltweit auf KI und Automatisierung

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Technologie gewinnt im Personalwesen immer mehr an Bedeutung, insbesondere, was die Vorhersage von Personal- und Arbeitskapazitäten angeht. In deutschen Unternehmen jedoch ist die Einführung von digitalen Anwendungen wie KI im Personalbereich bisher verhalten.

Die Digitalisierung verbessert Rekrutierungs- und Personalprozesse – so die fast einstimmige Sicht von Personalverantwortlichen und Unternehmensvorständen weltweit. Denn laut dem Randstad Enterprise Talent Trends Report 2024 stimmen 97 Prozent der C-Suite- und HR-Führungskräfte der Aussage zu, dass der Einsatz von Technologie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften verbessert hat. Dies ist ein Anstieg um acht Punkte im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert im neunjährigen Bestehen der Studie, die international in 21 Ländern jährlich durchgeführt wird.


Über die Studie
Der Randstad Enterprise Talent Trends Report 2024 befragte 1.076 Führungskräfte und Personalverantwortliche, die sowohl strategische als auch operative Entscheidungen für ihre Unternehmen treffen, in 21 Ländern. Die von einem Drittanbieter im Auftrag von Randstad Enterprise durchgeführte Umfrage fand über externe Panels im vierten Quartal 2023 digital statt. Die beteiligten Länder sind: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Niederlande, Nordische Länder, Polen, Singapur, Spanien, Schweiz, Großbritannien, USA.
Für die vorgestellten Ergebnisse aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q3 2023, die quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt wird, wurden bis zu 800 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen befragt.


65 Prozent der Befragten geben in der Studie an, derzeit ihre Budgets im Personalbereich für Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen und Automatisierung zu erhöhen. Dies ist ein Anstieg um 10 Prozentpunkte seit 2023. Ein wesentlicher Aspekt von KI ist in diesem Zusammenhang nach Auskunft der Befragten die Fähigkeit, prädiktive Analysen über unternehmensinterne Personalkapazitäten- und Bedarfe zu treffen. Zwei Drittel (66 Prozent) der Personalverantwortlichen investieren in Technologien zur KI-Suche und -Matching für das eigene Personalmanagement, ein Anstieg um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Umsetzung kommt in deutschen Unternehmen nur langsam voran

In Deutschland jedoch sind Personalverantwortliche zögerlich bei der Umsetzung. Laut der Randstad-ifo-Personaleiterbefragung aus Q3 2023 stufen hierzulande nur knapp über die Hälfte (51 Prozent) die Einführung von KI in der Personalgewinnung sowie die Automatisierung von HR-Prozessen als “hoch” oder “mittel” ein. Fünf Prozent der heimischen Unternehmen nutzen derzeit KI im Personalbereich. In weiteren 25 Prozent der Betriebe ist der Einsatz für das Personalwesen konkret geplant. “Deutschland hat beim Thema Digitalisierung noch viel Aufholbedarf. Gerade bei HR-Prozessen besteht viel Potenzial, Aufgaben und Arbeitsschritte mittels KI zu automatisieren – und es wird angesichts des Fachkräftemangels notwendiger denn je”, resümiert Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin Business Innovations & Concepts von Randstad Deutschland.

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