Weniger befristete Stellen ausgeschrieben

Mann wischt Boden

Die Zahl der befristeten Jobs ist in ausgeschriebenen Stellenanzeigen anscheinend rückläufig. Das stellt eine Anlayse des Stellenportals Stepstone fest.Die Plattform hatte dafür mehr als 80.000 Anzeigen ausgewertet. Dabei fiel auf: Das unbefristete Arbeitsverhältnis wird offenbar wieder normaler, zumindest da, wo qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht werden.

In der Auswertung waren nur 3,5 Prozent der Stellen für Fachkräfte mit einem Ablaufdatum versehen, befristet waren hier überwiegend Positionen für Einsteigerinnen und Einsteiger. Bei den befristeten Jobs zeigte sich ein deutlicher Trend: 58 Prozent dieser Stellen richteten sich an Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, 22 Prozent waren Teilzeitstellen. Besonders häufig werden Teilzeitstellen in jenen Berufsfeldern ausgeschrieben, die gleichzeitig oft von Befristungen betroffen sind.

Weibliche Berufe häufiger von Befristung betroffen

Betroffen waren hier vor allem Tätigkeiten, die von Frauen ausgeübt weren – Verkauf, Sekretariat, Bildungs- und Sozialberufe. Daneben waren vor allem Job in Wissenschaft und Forschung befristet. Hier sind die Stellen oft an öffentliche Sachmittel gebunden, die nur für eine gewisse Zeit gewährt werden. Überdurchschnittlich viele Befristungen gab es aber auch im Bereich Bildung und Training sowie im öffentlichen Dienst generell und bei Verbänden. Besonders selten waren befristete Stellen hingegen in der Finanz- und Chemiebranche sowie im Bereich Maschinen- und Anlagenbau zu finden.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.

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