Tagtäglich werden in Firmen arbeitsrechtliche Entscheidungen getroffen. Mal sind sie zugunsten von Mitarbeitenden, mal nicht. Manchmal geht es dabei nur um kleine Dinge, manchmal nicht. Hier finden Sie Antworten auf eine Vielzahl typischer Fragen zum Arbeitsrecht: Was tun bei Konflikten mit Chefs oder Kollegen? Was müssen Vorgesetzte im Umgang mit ihren Mitarbeitenden beachten? Welche Gesetze sind im Arbeitsalltag zu beachten?
Ein Mitarbeiter will weniger arbeiten. Das Arbeitsgericht Köln weist den Antrag zurück: In einem Schichtsystem, das die Produktion gewährleistet, kann Teilzeit das Betriebskonzept gefährden.
Ein Geschäftsführer stürzt bei einer Skitour und verlangt Versicherungsschutz. Das Gericht urteilt: Wer privat unterwegs ist, bleibt unversichert – auch bei geschäftlichem Anlass.
Ein Abschleppfahrer stürzt im Treppenhaus, als er zu einem Einsatz eilt. Das Gericht urteilt: kein Arbeitsunfall. Der Schutz der Unfallversicherung gilt erst ab dem Verlassen des Wohngebäudes.
28 Jahre Rettungsdienst, Hunderte Einsätze voller Tod, Gewalt und Verzweiflung. Am Ende: eine posttraumatische Belastungsstörung – und ein jahrelanger Kampf, bis sie als Berufskrankheit anerkannt wird.
Ein Arbeitgeber entlässt einen Manager, weil ihm dessen Personalmaßnahmen während der Restrukturierung missfallen. Das LAG Düsseldorf erklärt die Kündigung für unwirksam.
Eine Sicherheitsfirma durfte eine Bewerberin nicht wegen ihres Kopftuchs ablehnen. Das Bundesarbeitsgericht entschied: Das verstößt gegen das Diskriminierungsverbot und ist unzulässig.
Digitale Arbeit löst feste Zeiten und Orte auf. Doch der Schutz bleibt nicht überflüssig, sondern wird unverzichtbar. Arbeitsrecht bremst nicht, es gleicht Macht aus, bewahrt die Gesundheit und macht moderne Arbeit erst möglich.
Ein brutaler Angriff nach Feierabend ist kein Arbeitsunfall: Das Sozialgericht Dortmund zieht eine klare Grenze. Entscheidend ist das private Motiv des Täters – nicht Ort, Umweg oder Fahrgemeinschaft.
Ein Insolvenzurteil schafft Klarheit: Legt ein Unternehmen den Betrieb endgültig still, darf es kündigen – auch der Betriebsratsvorsitzenden. Warum weder Marke, Adresse noch Gerüchte eine Rolle spielen.
Ein Sicherheitsmitarbeiter stirbt, als ein Einsatz eskaliert. Die Unfallversicherung lehnt Zahlungen ab. Doch das Sozialgericht Dortmund widerspricht – und stärkt den Arbeitsschutz, die Haftung und die Rechte der Hinterbliebenen.
Frieren ist mehr als ein Komfortproblem – es verstößt gegen den Arbeitsschutz. Arbeitgeber müssen Mindesttemperaturen einhalten, doch auch Beschäftigte stoßen auf klare Vorgaben.
Ein Mitarbeiter streikt, die Prämie entfällt. Das Arbeitsgericht Köln erklärt, warum das keine unzulässige Sanktion ist – und was Arbeitgeber und Betriebsräte daraus lernen müssen.