4-Tage-Woche im Praxistest

Viele Wanduhren

EssilorLuxottica, der weltweit größte Hersteller von Luxusbrillen, hat in seinen Werken in Italien die 4-Tage-Woche einführt. Diese Veränderung wurde in einer Vereinbarung zwischen dem französisch-italienischen Konzern und den Gewerkschaften getroffen.

Die neue Arbeitsregelung ermöglicht es den Mitarbeitenden von EssilorLuxottica (EssiLux), an insgesamt 20 Wochen im Jahr freiwillig von Montag bis Donnerstag zu arbeiten, wobei die Arbeitsstunden an diesen Tagen leicht verlängert werden. Im Gegenzug erhalten sie Freitag bis Sonntag durchgehend frei. In den übrigen Wochen des Jahres bleibt die herkömmliche Fünf-Tage-Woche bestehen.


Im Fokus: 4-Tage-Woche

Der Themenschwerpunkt IM FOKUS: 4-TAGE-WOCHE zeigt, dass die Möglichkeiten, die Unternehmen hier haben, vielfältiger sind als die aktuell hitzig geführte Diskussion zeigt.


Arbeitsplätze innerhalb des Konzerns attraktiver gestalten

Die Teilnahme an dieser Initiative erfolgt auf freiwilliger Basis und ist zunächst auf eine Testphase von drei Jahren begrenzt. Erwartet wird, das etwa 20.000 Beschäftigte aus den verschiedenen italienischen Niederlassungen des Unternehmens sich daran beteiligen werden. Die Gehälter der Mitarbeitenden sowie die gesamte wöchentliche Arbeitszeit bleiben dabei unverändert. Das Ziel dieses neuen Modells ist es, die Arbeitsplätze innerhalb des Konzerns attraktiver zu gestalten.

EssilorLuxottica entstand im Jahr 2017 aus der Fusion des italienischen Brillenherstellers Luxottica mit dem französischen Brillenglashersteller Essilor. Das Unternehmen ist bekannt für die Herstellung von hochwertigen Brillen unter Marken wie Ray Ban, Armani, Chanel, Prada und Persol. Diese Initiative zur Einführung der 4-Tage-Woche in den italienischen Werken von EssilorLuxottica könnte aber nicht nur die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern, sondern auch für andere Firmen als Beispiel dienen.

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Tina Groll

Tina Groll arbeitet hauptberuflich als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. 2008 zeichnete sie das Medium Magazin als eine der “Top 30 Journalisten unter 30 Jahren“ aus. Sie ist Mitglied im Deutschen Presserat sowie als Vorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union tätig. Als Autorin von WIR SIND DER WANDEL beschäftigt sie sich mit der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik.