Abschied vom Papier-Büro

Papierstapel

In deutschen Büros wird immer weniger Papier verwendet und verschwendet. Doch ganz papierlos geht es leider immer noch nicht.

Unternehmen in Deutschland verzichten bei ihrer Büro- und Verwaltungsarbeit zunehmend auf Papier. So geben sechs Prozent der Geschäftsführenden, Vorstände oder Geschäftsleitenden in einer Studie an, dass Geschäftsprozesse in ihrer Firma komplett ohne Papier auskommen. Weitere 30 Prozent arbeiten überwiegend papierlos, so das Ergebnis einer Befragung unter 1.104 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die Studie gilt als repräsentativ für die ganze Wirtschaft.

Akten werden abgeschafft

Vorreiter sind der Umfrage zufolge große Unternehmen: Zwei Drittel (66 Prozent) der Organisationen mit mehr als 500 Mitarbeitenden haben Papierakten weitestgehend oder teilweise in ein digitales Format überführt. In jedem vierten Unternehmen spielt Papier aber weiter eine große Rolle. Acht Prozent arbeiten komplett und weitere 18 Prozent weitestgehend, also zu drei Vierteln, papierbasiert.

Ein häufig genannter Grund dafür sind Vorschriften, die es so verlangen. So müssen etwa aus steuerrechtlichen oder versicherungstechnischen Gründen immer noch viele Dokumente ausgedruckt und in Papierform aufbewahrt werden. Nicht wenige in der Wirtschaft wünschen sich hier zeitgemäßere Formen und fordern entsprechend gesetzliche Änderungen.

Tina Groll

Die Journalistin und Buchautorin Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE im Ressort Politik & Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte sind Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Frauen und Karriere, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Pflege.

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