Flexible Arbeitszeiten werden für Unternehmen immer wichtiger. Beim Jobsharing teilen sich mehrere Mitarbeitende eine Stelle.
Arbeitgeber ermöglichen so, das Arbeitspensum zu verringern oder nach einer Auszeit neue Kraft zu schöpfen. Diese Flexibilität hilft nicht nur den Mitarbeitenden, sondern auch den Unternehmen. Flaue Auftragslagen lassen sich damit besser ausgleichen.
Jobsharing heißt, dass Mitarbeitende die Arbeitszeit an einem Arbeitsplatz aufteilen. Dabei entstehen nicht zwangsläufig zwei Halbtagsstellen. Es ist ebenso möglich, dass drei Personen sich zwei Stellen teilen. Viele reduzieren ihre Wochenstunden auf 70 Prozent. Vorteil: Das Gehalt sinkt dabei nur geringfügig.
Mit Jobsharing Fachkräfte halten
Vor allem nach der Elternzeit schätzen viele Frauen – auch Führungskräfte – das Jobsharing. Geeignete Partner:innen zu finden, ist oft einfacher als gedacht. Unternehmen können so qualifizierte Mitarbeitende langfristig binden. Wer sich eine Stelle teilt, arbeitet oft motivierter: Weniger Stress steigert die Leistung. Gibt es im Betrieb keine passende Person, kann die Suche nach externen Partner:innen helfen.
- Jobsharing: Ein Modell für die Zukunft?
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Sechs Tipps für eine erfolgreiche Job-Partnerschaft
- Harmonie: Job-Partner:innen sollten gut miteinander auskommen. Kennen sie sich nicht, helfen mehrere Treffen, um sich besser einzuschätzen.
- Überlappung: Absprachen und Übergaben sind entscheidend. Mindestens eine Stunde, besser einen halben Tag, sollten beide gemeinsam arbeiten.
- Erreichbarkeit: Auch nach Feierabend sollten die Partner:innen für Rückfragen erreichbar sein.
- Vertrag: Klare Regelungen im Arbeitsvertrag verhindern Konflikte. Dazu gehören die Aufgabenverteilung und die Vertretung bei Krankheit oder Urlaub. Meist springt der bzw. die Partner:in ein und arbeitet vorübergehend Vollzeit.
- Kündigung: Kündigt ein Partner, sollte der andere seinen Arbeitsplatz behalten können.
- Zukunft: Wer später wieder Vollzeit arbeiten möchte, sollte dies im Arbeitsvertrag festhalten. Viele Eltern planen, ihre Stunden zu erhöhen, wenn die Kinder älter sind.
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