Wie wichtig sind Diversity und Inklusion für Auszubildende und Studierende bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers? Diese Frage klärt die IU-Studie „Diversity und Inklusion. Muss oder kann?“.
Die Studie zeigt, wie entscheidend Diversity und Inklusion für die Fachkräfte von morgen sind. 75,1 Prozent der befragten Auszubildenden und Studierenden erwarten, dass Unternehmen konkrete Schritte zur Förderung dieser Werte unternehmen. Schon bei der Jobsuche achten viele darauf, ob Arbeitgeber diese Themen aktiv ansprechen. Doch nur 24,7 Prozent der Befragten finden die Darstellung von Diversity in Stellenanzeigen oder auf Websites ausreichend – eine verpasste Chance für Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.
„Arbeitnehmer:innen erwarten von Arbeitgeber:innen Teamarbeit, Gerechtigkeit, soziale Verantwortung und Freundlichkeit – wesentliche Merkmale einer inklusiven Unternehmenskultur. Diversity und Inklusion sind kein Ziel, sondern das entscheidende Instrument zur Realisierung einer solchen Kultur.“
Dr. Katharina-Maria Rehfeld, Professorin für Personalwesen an der IU Internationalen Hochschule
Führungskräften spielen eine Schlüsselrolle: 89 Prozent der Befragten meinen, Vorgesetzte sollten als Vorbilder für gelebte Vielfalt auftreten, während 91,2 Prozent erwarten, dass sie aktiv ein wertschätzendes und offenes Arbeitsumfeld schaffen. Neben fairer Vergütung, Arbeitsplatzsicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten zählen Chancengleichheit, Offenheit und Sinnhaftigkeit der Arbeit zu den wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl.
- Vielfalt und Inklusion in deutschen Start-ups noch ausbaufähig
- Frauen in Deutschland zeigen Unternehmergeist
- Gesellschaftliche Veränderungen transformieren die Arbeitswelt
Diversity und Inklusion sind keine leeren Schlagworte mehr
Unternehmen sollten gezielt Fairness und Chancengleichheit fördern, Barrierefreiheit sicherstellen und ein offenes Feedbacksystem etablieren, um die Bedürfnisse der Mitarbeitenden besser zu verstehen. Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen spielen ebenfalls wichtig, um ein inklusives Mindset zu fördern.
„Inklusion ist die Aufgabe aller im Unternehmen – nicht die einer einzelnen Person oder einer Abteilung für Diversity Management. Vielen ist allerdings nicht klar, was im Hintergrund von diesen Stellen geleistet wird, um Prozesse zu schaffen, die Chancengleichheit und Aufstiegsmöglichkeiten für alle erst ermöglichen.“
Dr. Sonja Würtemberger, Professorin für Human Ressource Management an der IU Internationalen Hochschule
Die Studie zeigt klar: Diversity und Inklusion sind für Fachkräfte von morgen entscheidend bei der Arbeitgeberwahl. Unternehmen, die diese Werte nicht nur kommunizieren, sondern aktiv leben, haben im Wettbewerb um Talente einen klaren Vorteil.