Fünf Schritte für klares Denken und Entscheiden

Nahaufnahme von Straße

Boris Thomas, Geschäftsführer von Lattoflex, ist durch tiefe berufliche Krisen gegangen. Unklarheit bezeichnet er dabei als einen der größten Stressfaktoren im Leben. Die Lösung: Klarheit und Ausrichtung.

Ein Gastbeitrag von Boris Thomas

„Da kann ich ja gleich Tarotkarten ziehen!“ seufzte kürzlich ein guter Freund. Er war mit der Planung für das nächste Jahr beschäftigt. Allerdings war nie mehr Unsicherheit und Unklarheit über unsere Zukunft wie derzeit. Und obwohl die meisten von uns in dieser schwierigen Lage stecken, müssen wir für unser Unternehmen und unser Leben einen guten Plan erstellen – und dass, obwohl bereits die Urlaubsplanung unsicher ist.

Stecke ich inmitten von Unklarheit, inspiriert mich eine Kaligrafie aus Japan. Seit gut 20 Jahren hängt sie über meinem Schreibtisch – gepinselt mit wundervollen Zeichen von Meister Funakoshi. Für den alten Karatemeister war sie die Quintessenz der asiatischen Kampfkunst: „Teile die Wolken und finde den Weg.“

Sehnsucht nach Klarheit

Welch schöner Gedanke! Die Wolken beiseiteschieben und endlich wieder klar seinen eigenen Weg erkennen und gehen. Wenn es doch nur so einfach wäre. Für mich war und ist  es immer eine Inspiration, auf diese Zeichen aus Japan zu schauen und mich zu erinnern, immer wieder neu nach Klarheit in meinem Leben zu suchen.


Boris Thomas

Boris Thomas wurde im Jahr des Drachen geboren, das als besonders geistreich gilt. Seit über 25 Jahren führt er das Unternehmen Lattoflex aus Bremervörde. Der Tischler, Wirtschaftsingenieur und Vortragsredner nimmt seinen Kunden nicht nur die Rückenschmerzen, sondern Managern auch die Bauchschmerzen.


Vor dem Hintergrund der Pandemie und wirtschaftlichen Verwerfungen steigt aktuell rund um den Globus die Sehnsucht der Menschen nach Klarheit und Ausrichtung. Diese Sehnsucht finden wir in unseren Familien genauso wie in unseren Unternehmen. Dabei stellen sich Menschen überall dieselben Fragen: Wohin soll ich meine Energie ausrichten? Wie wird die Welt in fünf Jahren aussehen? Was sind die Prioritäten in diesem Durcheinander?

„Teile die Wolken und finde den Weg“

Nicht verwunderlich, dass wir gerade deshalb Momente der Klarheit als ungeheuer erleichternd erleben. Denn es sind diese kurzen Augenblicke, in denen unser Verstand sich anfühlt wie ein klarer Bergsee unter blauem Himmel und Sonnenschein. Und es ist diese Ruhe und innere Kraft, die wir in Momenten erleben, die uns von innen heraus mit Glück erfüllt.

Auf dieser Grundlage beschreibe ich in meinem Buch Teile die Wolken und finde den Weg den Weg zu innerer und äußerer Klarheit, der entlang der fünf Schritte, der fünf „Wolkenteiler“, Selbstreflexion, Fokussierung, Konzentration, Entscheidungsfreude und Tatkraft verläuft.

Raus aus festgefahrenen Mustern der Gegenwart

Um unsere inneren Welten zu erforschen, beginnt die Reise zunächst in der „Selbstreflexion“. Im zweiten Schritt „Fokussierung“, geht es um die bewusste Ausrichtung unseres Lebens. Im dritten Schritt gilt es, die „Konzentration“ zurückzuholen. Dabei steht die Eliminierung von Ablenkungen im Vordergrund. Denn bevor wir zur Tat schreiten können, müssen im vierten Wolkenteiler Entscheidungen gefällt werden. Um im Finale, dem fünften Wolkenteiler, an die Arbeit gehen zu können. Dieser letzte Schritt definiert nach den vier Schritten der inneren Ordnung den Weg, wie wir mit unserer Botschaft die Menschen erreichen und ins Handeln zu kommen. Das heißt, wir agieren von innen nach außen, um unseren Weg mit einem klaren Ziel zu verfolgen: Endlich raus aus festgefahrenen Mustern der Gegenwart und hinaus mit neuer Kraft ins Leben.

Nur wenn es uns gelingt, den Nebel in unserem Kopf zu vertreiben – um genau zu wissen, was wir wirklich wollen und wohin unsere Reisen gehen soll –, können wir in unserem täglichen Tun inneres Glück und Befriedigung erfahren. Mögen wir alle die Wolken teilen und unseren Weg kraftvoll gehen!

Wir sind der Wandel

Als Journalistinnen und Buchautorinnen sind und waren wir schon immer Teil des Wandels. Unsere Leidenschaft war und ist dabei immer der Qualitätsjournalismus.