Kündigungen sind heikel, denn sie haben gravierende Folgen. Betroffene fragen sich: Ist die Kündigung rechtens? Was kann ich tun? Trotz der verständlichen Lähmung und des Entsetzens ist jetzt ein klarer Kopf gefragt.
Das Arbeitsgericht Offenbach zeigt mit seinem Urteil, wie entschlossen Gerichte handeln, wenn Unternehmen zwar Compliance-Regeln aufstellen, aber missachten.
Ein Arbeitgeber entlässt einen Manager, weil ihm dessen Personalmaßnahmen während der Restrukturierung missfallen. Das LAG Düsseldorf erklärt die Kündigung für unwirksam.
Ein Insolvenzurteil schafft Klarheit: Legt ein Unternehmen den Betrieb endgültig still, darf es kündigen – auch der Betriebsratsvorsitzenden. Warum weder Marke, Adresse noch Gerüchte eine Rolle spielen.
Fristlose Kündigung trotz schwerwiegendem Vorwurf unwirksam: Das Urteil zeigt, dass Arbeitgeber auch während eines langen Urlaubs aktiv werden müssen. Wer den Kontakt meidet, riskiert, die Zweiwochenfrist zu verpassen.
Das LAG Hamm schützt berufstätige Eltern: Der besondere Kündigungsschutz gilt vor jedem Abschnitt der Elternzeit – auch wenn die Auszeit von Anfang an aufgeteilt ist.
Titel und Eigenständigkeit schützen nicht vor dem Kündigungsschutz. Das BAG stellt klar: Entscheidend ist nicht die Position, sondern die tatsächliche Eingliederung. Wer Anweisungen befolgt, gilt als Arbeitnehmer.
Ein Max-Planck-Forscher verliert seine Stelle wegen Israel-Posts. Das Arbeitsgericht Halle stärkt Tendenzbetriebe und verdeutlicht, wie Social-Media-Äußerungen von Führungskräften arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.
Ein LAG-Urteil macht deutlich: Politische Posts rechtfertigen nur selten eine fristlose Kündigung. Unternehmen sollten ihre Werte klar definieren, Abmahnungen präzise aussprechen und Reputationsrisiken rechtlich sicher steuern.
Spesenbetrug ist kein Kavaliersdelikt – auch dann nicht, wenn der finanzielle Schaden gering bleibt.
Wie lange darf die Probezeit in einem befristeten Vertrag dauern? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) betont: Es gibt keine feste Regel, nur das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Unternehmen erhalten mehr Spielraum – müssen ihre Entscheidung jedoch gut rechtfertigen.
Ein gelöschter Ordner, ein Verdacht – und die fristlose Kündigung. Das Arbeitsgericht Bocholt macht klar: Beweise und Fairness müssen stehen, bevor Vertrauen und Job fallen.
BEM ist Chefsache: Ein Urteil des LAG Baden-Württemberg zeigt, dass Arbeitgeber die Verantwortung nicht abwälzen können – und verdeutlicht, wie eng Recht, Führung und Kultur zusammenhängen.